Reisebetrug erkennen: Fake-Hotels, Buchungsseiten und Visa-Maschen
Auch bekannt als: Urlaubsbetrug, Fake-Hotel, Buchungsbetrug, Reise-Scam, Fake-Buchungsseite, Visa-Betrug Reise
Bei Reisebetrug locken Fake-Hotels und Buchungsseiten mit Dumpingpreisen oder fordern Visa-Gebühren per Phishing. So erkennst du Urlaubs- und Reisebetrug.
Die Ferienwohnung am Gardasee kostet die Hälfte von allem anderen, und der Vermieter antwortet schnell und nett. Du überweist die Anzahlung. Am Anreisetag gibt es die Wohnung nicht, oder dort wohnt jemand, der von nichts weiß. Reisebetrug hat viele Formen: gefälschte Hotels und Buchungsportale, zu günstige Pauschalreisen und Phishing rund um Visa und elektronische Einreiseerlaubnisse.
Die Masche trifft besonders stark in der Hochsaison und bei Last-Minute-Suchen, wenn der Preisdruck groß ist.
Häufige Maschen
Fake-Hotels und Ferienwohnungen
Angebote mit Traumbildern und Dumpingpreis. Die Unterkunft existiert nicht, ist bereits vermietet oder die Fotos stammen von einer anderen Adresse. Zahlung oft nur per Vorkasse. Verwandt mit Wohnungsbetrug und Fake-Kleinanzeigen.
Fake-Buchungsseiten
Webseiten, die wie bekannte Reiseportale wirken – Tippfehler in der Webadresse, kein seriöses Impressum, Fake-Bewertungen. Klassischer Fakeshop-Aufbau für Reisen.
Flug- und Ticketfallen
Zu günstige Flüge oder Bahntickets über Privatverkauf oder dubiose Shops – siehe Ticketbetrug.
Visa- und ETA-Phishing
Mails oder Anzeigen: „Ihre Einreiseerlaubnis läuft ab" oder „ETA jetzt online beantragen". Dahinter steckt ETA-Phishing bzw. Phishing: Gebühren und Passdaten landen bei Betrügern. Echte Behörden nutzen bekannte Webadressen. Geh über die offizielle Regierungsseite, nicht über Werbelinks.
Ist das Reiseangebot echt?
- Preis unrealistisch niedrig für Hotel, Flug oder Pauschale.
- Zahlung nur per Vorkasse, Krypto oder ungewöhnlichem Weg.
- Webadresse und Impressum wirken improvisiert oder fehlen.
- Kontakt nur über Messenger, keine feste Adresse.
- Bestätigung kommt als generische PDF ohne prüfbare Buchungsnummer beim Hotel oder der Airline.
- Dringlichkeit: „Nur noch 2 Zimmer", „Visum in 10 Minuten".
Wie buche ich sicher?
- Bekannte Buchungsportale oder die offizielle Hotel-/Airline-Seite nutzen.
- Adresse und Telefon der Unterkunft unabhängig prüfen – Google Maps, Rückruf über die gefundene Nummer.
- Keine Passdaten über Links aus Mails oder Anzeigen eingeben.
- Bewertungen und Preis mit anderen Quellen abgleichen.
- Verdächtige Buchungs-URLs und Absender mit dem FAKE-Checker prüfen.
Was tun nach einer Fake-Buchung?
- Bank oder Kreditkarte sofort informieren.
- Belege sichern und Anzeige erstatten.
- Seite melden – bei Hosting, Portal oder Werbenetzwerk, soweit möglich.
- Keine Nachzahlungen an denselben Absender für „Umbuchung" oder „Freigabe".
- Vorsicht vor Angeboten, das Geld „zurückzuholen" – oft ein Recovery Scam.
Bei Ferienwohnungen hilft vor der Buchung ein Blick aufs Satellitenbild: Steht an der Adresse wirklich das Haus von den Fotos? Bleib mit Nachricht und Zahlung auf dem Buchungsportal und zahl lieber per Kreditkarte als per Überweisung. Weitere Warnzeichen sammelt die Verbraucherzentrale. Bei einer Unterkunft im EU-Ausland hilft das Europäische Verbraucherzentrum.
Buchung prüfen
Du hast einen Hotel-Link, eine Buchungsmail oder eine Visa-Seite verdächtig gefunden? Kopiere die Adresse oder den Absender in den FAKE-Checker und lass alles kostenlos prüfen.