Online-Betrug

Jobbetrug erkennen: Unseriöse Stellenangebote und der Überzahlungstrick

Auch bekannt als: Job-Scam, Fake-Stellenangebot, Fake-Jobangebot, Stellenangebot-Betrug, Produkttester-Betrug, Fake-Stellenangebote

Falsche Stellenangebote locken mit leichtem Geld und enden in Überzahlung, Vorkasse oder Geldwäsche. So erkennst du Jobbetrug und schützt dich.

Aktualisiert am

Homeoffice, zwei Stunden am Tag, 2.500 Euro im Monat. Die Nachricht kommt per WhatsApp von einer Recruiterin, die du nicht kennst. Erst klingt alles gut, dann sollst du Geld vorstrecken, deinen Ausweis schicken oder Überweisungen über dein Konto laufen lassen. So sieht Jobbetrug aus. Die Täter nutzen die Hoffnung auf einen guten Verdienst und verschicken falsche Stellenangebote per Mail, über Jobportale und soziale Netzwerke.

Die häufigsten Maschen

  • Überzahlungstrick. Du bekommst per Scheck oder Überweisung mehr Geld als vereinbart und sollst die Differenz zurückzahlen. Der ursprüngliche Scheck platzt später – dein zurücküberwiesenes Geld ist verloren.
  • Finanzagent / Geldwäsche. Du sollst Zahlungen über dein privates Konto empfangen und weiterleiten. Damit wirst du zum Money Mule und machst dich strafbar.
  • Vorkasse für „Ausstattung". Für Schulung, Arbeitsmaterial oder eine „Sicherheitsprüfung" sollst du in Vorleistung gehen – das Geld ist weg, der Job existiert nicht.
  • Datenabgriff. Unter dem Vorwand der „Einstellung" sollst du Ausweis, Konto- und Sozialdaten schicken – Grundlage für Identitätsdiebstahl.
  • Produkttester & Dateneingabe. „Tester"- oder „Homeoffice"-Jobs mit Traumverdienst für minimale Arbeit sind ein klassischer Köder.
  • Task Scam. Du sollst Apps bewerten, Links klicken oder „Aufgaben" in einem Chat erledigen. Am Anfang gibt es oft kleine Auszahlungen – später musst du eigenes Geld einzahlen. Eigene Masche: Task Scam.

Ist das Jobangebot echt?

  • Unaufgefordertes Angebot mit hohem Verdienst bei wenig Aufwand.
  • Eine Tätigkeit fernab deines Berufs oder deiner Bewerbung.
  • Bitte um Vorkasse, Konto-Transfers oder sensible Daten.
  • Kommunikation nur per Messenger, keine echte Firmenadresse.
  • Schecks oder Überzahlungen mit Rückzahlungsbitte.

Wie prüfe ich einen Arbeitgeber?

  1. Kein seriöser Job kostet dich Geld oder verlangt Vorkasse.
  2. Niemals dein Konto für fremde Zahlungen nutzen.
  3. Keine sensiblen Daten vor einem echten, geprüften Arbeitsvertrag.
  4. Arbeitgeber prüfen: Firmenname mit „Erfahrungen" oder „Betrug" suchen, Impressum kontrollieren.
  5. Schecks nicht einlösen, bevor die Bank die Deckung bestätigt hat.

Eng verwandt sind der Vorschussbetrug, die Anwerbung als Money Mule und der Task Scam.

Du steckst schon mittendrin?

Je nachdem, was du schon gemacht hast, ist ein anderer Schritt am wichtigsten.

  • Geld für den „Job“ bekommen und sollst es weiterleiten? Leite nichts weiter, auch wenn der Auftraggeber drängt oder droht. Ruf deine Bank an und erklär, dass du Opfer eines Jobbetrugs bist. Geh danach zur Polizei. Je früher du dich selbst meldest, desto besser kannst du zeigen, dass du getäuscht wurdest.
  • Ausweis oder Kontodaten verschickt? Lass bei der Polizei Anzeige aufnehmen und frag dort nach, ob du den Ausweis sperren lassen solltest. Hast du an einem Video-Ident teilgenommen, ist vielleicht schon ein Konto auf deinen Namen eröffnet. Sag das deiner Bank. Mehr dazu unter Identitätsdiebstahl.
  • Geld vorgestreckt? Frag deine Bank, ob sich die Zahlung noch zurückholen lässt, und zahl nichts nach.

Die Polizeiliche Kriminalprävention erklärt, warum Finanzagenten sich strafbar machen. Die Verbraucherzentrale hat einen Notfall-Check für Job-Scamming.

Angebot prüfen

Du hast ein verdächtiges Jobangebot erhalten? Kopiere die Absender-Adresse, einen Link oder die Telefonnummer in den FAKE-Checker und lass alles kostenlos prüfen.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich ein unseriöses Stellenangebot?
Verdächtig sind unaufgeforderte Angebote mit hohem Verdienst bei wenig Aufwand, eine Tätigkeit fernab deines Berufs, die Bitte um Vorkasse oder Kontodaten und Kommunikation nur über Messenger. Seriöse Arbeitgeber verlangen kein Geld und keine privaten Konto-Transfers.
Was ist der Überzahlungstrick beim Jobbetrug?
Du erhältst per Scheck oder Überweisung mehr Geld als vereinbart und sollst die Differenz zurückzahlen. Später platzt der ursprüngliche Scheck oder die Zahlung wird zurückgebucht – dein zurücküberwiesenes Geld ist weg.
Ich habe als Finanzagent Geld weitergeleitet. Was droht mir?
Wer sein Konto für fremde Überweisungen nutzt, beteiligt sich an Geldwäsche und macht sich strafbar – auch unwissentlich. Kontaktiere sofort deine Bank, sichere alle Belege und erstatte Anzeige.

Bist du auf etwas Verdächtiges gestoßen?

Lass eine Webseite, E-Mail, Telefonnummer oder Nachricht kostenlos von unserer KI prüfen – in Sekunden und ohne Anmeldung.

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