Fake-Rechnung
Auch: Rechnungsbetrug, Invoice Fraud, gefälschte Rechnung, Fake-Invoice, Betrugsrechnung
Eine Fake-Rechnung fordert Geld für etwas, das du nie bestellt hast. So erkennst du erfundene Rechnungen und Mahnungen und reagierst richtig.
Eine Fake-Rechnung ist eine erfundene Zahlungsaufforderung. Du sollst für eine Leistung zahlen, die du nie bestellt hast, oft mit Mahnung und Drohung gleich dazu.
Ist die Rechnung dagegen echt und nur die Bankverbindung wurde ausgetauscht, ist das eine manipulierte Rechnung. Dann schuldest du das Geld wirklich, nur nicht diesem Konto.
Typische Fake-Rechnungen
- Branchenbuch-Eintrag: „Sie haben einen Eintrag gebucht, 498 € jährlich.“ Du hast nie unterschrieben. Verwandt mit Abofallen.
- Paket-Rechnung per Mail: PDF mit QR-Code zur „Nachzahlung“, oft Quishing oder Phishing.
- Inkasso-Drohung: „Zahlen Sie 299 €, sonst kommt der Gerichtsvollzieher.“ Häufig Fake-Kanzleien ohne echten Fall.
- Rechnung im Namen bekannter Firmen: angeblich von Amazon, PayPal oder deinem Stromanbieter, für eine Bestellung oder einen Vertrag, den es nicht gibt.
Typische Varianten
- Erfundene Rechnung per E-Mail für ein Abo, eine Anzeige oder einen Verzeichniseintrag.
- Anhang mit Schadsoftware, getarnt als „Rechnung.pdf“.
- Drohung mit Mahnung oder Inkasso.
Fake-Rechnung und Phishing
- Fake-Rechnung ist die Forderung, oft per Mail oder Brief.
- Phishing ist das Ziel dahinter: Link, Anhang oder QR-Code, um Daten abzugreifen.
Nicht jede Fake-Rechnung ist Phishing, aber viele führen dorthin.
Ist die Rechnung echt?
- Eine Forderung, die du nicht zuordnen kannst.
- Eine ausländische Bankverbindung, obwohl die Firma angeblich in Deutschland sitzt.
- Druck und kurze Fristen.
- Ein Anhang oder Link, den du nicht erwartet hast.
Bevor du eine Rechnung bezahlst
- Nicht vorschnell zahlen. Jede Forderung mit deinen Unterlagen abgleichen.
- Firma selbst nachschlagen. Melde dich über die echte Webseite oder die bekannte Nummer, nicht über die Angaben auf der Rechnung.
- Unerwartete Anhänge nicht öffnen.
Was tun, wenn du schon gezahlt hast?
- Sofort Bank informieren. Manchmal lässt sich eine Überweisung noch stoppen.
- Empfänger und Mail sichern, Anzeige erstatten.
- Die Firma warnen, in deren Namen die Rechnung kam.
Verdächtige Rechnungs-Mails oder Links kannst du mit dem FAKE-Checker prüfen. Aktuelle Wellen: Phishing-Radar der Verbraucherzentrale.