Scareware
Auch: Fake-Viruswarnung, Fake-Antivirus, Fake-Virenscanner, Fake-Browserwarnung, Scareware-Pop-up
Scareware ist eine Fake-Warnung, die dich mit Virus-Meldungen zu Downloads, Zahlungen oder Fake-Support-Hotlines treibt.
Scareware ist eine Fake-Warnung, die so tut, als wäre dein Gerät massiv infiziert. Die Meldung will dich unter Druck setzen: Download, Zahlung oder Anruf bei einer Hotline. Oft ist die Warnung selbst der Betrug.
Du siehst sie als Vollbild-Pop-up, Browser-Meldung oder gefälschte Systemdialoge. Dahinter stecken oft Malware, Abofallen oder der Weg zum Fake-Kundenservice.
So sieht Scareware in der Praxis aus
- Vollbild-Alarm: „47 Viren gefunden: Sofort handeln!“ mit Countdown und lauten Farben.
- Fake-Antivirus: Du sollst eine „Reinigungs-Software“ installieren. Die ist selbst Schadsoftware oder nutzlos und teuer.
- Hotline im Pop-up: „Rufen Sie Microsoft Support unter dieser Nummer an.“ Unaufgeforderter Support ist Betrug.
- Browser-Sperre: Die Seite lässt sich scheinbar nicht schließen, bis du klickst. Klick trotzdem nicht auf die Buttons.
Scareware wird häufig über Malvertising oder dubiose Download-Seiten ausgeliefert. Verwandt, aber anders: Ransomware greift echte Dateien an. Ein Fake-Captcha schreit nicht nach Viren, es wirkt wie eine normale Bot-Prüfung und will danach Tastenkürzel.
Ist die Virenwarnung echt?
- Warnung erscheint plötzlich beim Surfen, nicht aus deiner installierten Antivirus-App.
- Starker Zeitdruck und dramatische Sprache.
- Aufforderung zu Download, Zahlung oder Hotline.
- Design ahmt Windows, Apple oder bekannte Security-Marken nach, wirkt aber unstimmig.
- Nummer oder Link stammen aus dem Pop-up, nicht von der offiziellen Herstellerseite.
Wie werde ich die Warnung los?
- Nichts aus der Warnung herunterladen und keine Nummer daraus anrufen.
- Tab schließen oder Browser komplett beenden, notfalls über den Task-Manager.
- Antivirus und Browser nur über die offizielle Website aktualisieren.
- Werbeblocker und aktuelle Software reduzieren das Risiko von Malvertising.
- Verdächtige Webadressen aus der Adresszeile mit dem FAKE-Checker prüfen.
Was tun, wenn du schon geklickt hast?
- Downloads aus der Meldung nicht öffnen und löschen.
- Gerät offline nehmen, falls eine Installation gestartet wurde, und fachkundig prüfen lassen.
- Bei Zahlungsdaten: Bank und Kartenanbieter informieren.
- Passwörter von einem anderen Gerät ändern, wenn Zugangsdaten betroffen sein könnten.
- Hast du die Nummer aus der Warnung angerufen und ein Programm wie AnyDesk oder TeamViewer installiert? Dann Internet trennen und das Programm löschen.
Mehr Kontext zu Hotlines und Fernzugriff findest du unter Fake-Kundenservice.